Industriesoftware

Industriesoftware

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Informationstechnologie die Industrieprozesse revolutioniert hat. Leistungsfähige Rechner (Hardware) haben die Routineaufgaben, Steuerung, Koordination und Evaluation der Geschäftsabläufe vollständig übernommen. Roboter und automatisierte Fertigungssysteme ersetzen die Massen der Fließbandarbeiter, liefern Arbeitsergebnisse in kontinuierlich hoher Qualität ab, leiden dabei mitnichten an Motivations- oder Leistungsschwankungen und belästigen die Vorgesetzten nicht mit allzu menschlichen Alltagswehwehchen (außer in den Wartungsphasen). Natürlich sind diese technologischen Leistungsträger ohne ein hochentwickeltes Gehirn (diese Rolle übernimmt die Software) nicht mehr als seelenlose Metallhüllen. Die hoch komplexen Programme hauchen der Hardware das Leben ein, liefern die Leitplanken für die Leistungserstellung und bieten dem Anwender dabei jede erdenkliche Unterstützung an. Software ist die geistige (Kommunikations-)Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.

Industriesoftware ist kurzum eine Anwendungssoftware für Unternehmen, deren Kategorisierung auf mannigfaltige Art und Weise vorgenommen werden kann. Denkbar ist u.a. eine Unterscheidung nach:

  • den branchenspezifischen Schwerpunkten (z.B. Automobilzulieferer, Pharmaindustrie, Gesundheitswesen),

  • den Anwendungsfeldern (betriebswirtschaftliche oder technische Anwendung)

  • der technischen Realisierung (Programmiersprache, Softwaremodellierung).

Sie müssen sich den Stellenwert der Industriesoftware im Prozess der Leistungserstellung als den kritischen Faktor schlechthin vorstellen: kein Unternehmensbereich, sei es Logistik, Produktion, Personal, Finanzwesen- und Controlling oder gar Absatzwirtschaft ist ohne eine funktionierende Software in der heutigen Zeit konkurrenzfähig. Effektives (Qualität der Zielerreichung) und effizientes (minimaler Mitteleinsatz für den größtmöglichen Ertrag) Arbeiten ist ohne eine ausgeklügelte Software heutzutage nicht möglich. Denken Sie nur an die technischen Einsatzbereiche der Industriesoftware: Rechnergestützte Konstruktion (CAD), Arbeitsplanung (CAP) oder Fertigung (CAM) gehören zur Standardausstattung der modernen Unternehmen und sind aus Ihrem Alltag nicht wegzudenken. Kein Firmenleiter kann seine Funktion erfolgreich ausüben, ohne auf die Kennzahlen und die Berichte zurückzugreifen, die mit Informations- und Managementsoftware erstellt wurden. Selbst die einfachsten Tätigkeiten können in einem vertretbaren Zeitrahmen nicht realisiert werden, wenn sie nicht mithilfe von Tabellenkalkulation, Textverarbeitungs-, Präsentations- und E-Mail-Programmen abgewickelt wären. Zu diesen unverzichtbaren Bestandteilen der Ablaufstruktur eines Unternehmens gesellen sich im verstärkten Ausmaß umfassende Workflow-Management-Systeme, Dokumentmanagementlösungen und elektronische Datenarchivierung dazu.

Die unaufhaltsame globale Vernetzung und die damit einhergehende Komplexitätssteigerung der Anforderungen an die Industriesoftware wird eine große Herausforderung für die kommenden Generationen der Softwareingenieure darstellen.


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